„Aktionskomitee für mehr Menschlichkeit und Toleranz“ erfährt österreichweite Anerkennung
Wiener Architektenteam „querkraft“ spendet Landesbaupreis an die humanitäre Plattform
Ein eindrucksvolles Zeichen der Unterstützung für das Aktionskomitee für mehr Menschlichkeit und Toleranz in Kärnten setzte das Wiener Architektenteam „querkraft“ anlässlich der gestrigen Verleihung des Landesbaupreises des Landes Kärnten. Das Architektenteam spendete seinen Preis dem Aktionskomitee.
„Ich freue mich sehr, dass das Aktionskomitee und sein Eintreten für ein offenes, tolerantes und menschliches Kärnten mit dieser Aktion eine österreichweite Anerkennung erfährt. Das ist das schönste Geburtstagsgeschenk, das man sich wünschen kann. Denn in knapp 2 Jahren seit der Gründung des Aktionskomitees am 10.12.2007 ist es uns gelungen, mit unermüdlichen und selbstlosen Leistungen unserer zahlreichen Mitglieder Anerkennung zu erfahren. Nun kommt das andere Gesicht Kärntens zum Vorschein: Kärnten besteht nicht nur aus dem „Saualm-Quartier“, der Diskussion um Minarett-Verbote und der Ortstafel-Debatte. Immer mehr Menschen stehen dafür ein, dass die Menschenrechte in Kärnten aktiv verteidigt werden müssen. Das Ziel des Aktionskomitees ist es, ein offenes, tolerantes und menschliches Kärnten zu repräsentieren und gegen unmenschliche Härtefälle vor allem im Asylbereich aufzutreten. Das Aktionskomitee will einen Beitrag zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der Kärntner Bevölkerung und Zivilgesellschaft für Menschenrechte leisten und alle Personen und NGOs unterstützen, die sich für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben in Kärnten einsetzen“, erklärt Holub.
So hat sich das Aktionskomitee beispielsweise gegen die „Hetzjagd“ gegen die tschetschenischen Familien ausgesprochen, die – wie sich später herausgestellt hat, völlig zu Unrecht beschuldigt wurden, an den Silvesterschlägereien in Villach beteiligt gewesen zu sein. Auch im Zusammenhang mit der Verbringung von AsylwerberInnen im Sommer 2008 hat sich das Aktionskomitee sofort öffentlich zu Wort gemeldet und die betroffenen AsylwerberInnen über ihre Rechte aufgeklärt.
„Bedauerlich ist jedoch, dass die Mitglieder der Kärntner Landesregierung weiterhin völlig unsensibel bis katastrophal den Flüchtlingen gegenüber agieren und immer mehr versucht wird, die Menschenrechte zu umgehen. In einer Resolution hat das Aktionskomitee bereits vor zwei Jahren mehrere Forderungen an die Regierung gerichtet. Leider hat bis heute kein einziges Regierungsmitglied auf diese Resolution reagiert. Umso erfreulicher ist es, dass die Plattform über Kärnten hinaus Unterstützung erfährt“, so Holub.
