Architekturbüro “querkraft” spendete Kärntner Landesbaupreis
5.000 Euro Preisgeld für Komitee für mehr Menschlichkeit und Toleranz - Jakob Dunkl: “Wünsche mir mehr Toleranz”
Klagenfurt (APA) - Das Wiener Architekturbüro “querkraft” hat für das Liaunig-Museum in Neuhaus/Suha den Kärntner Landesbaupreis erhalten und postwendend weitergegeben. “Wir wollten ein Zeichen für mehr Offenheit setzen und haben den Preis deshalb gespendet, und zwar an das Aktionskomitee für mehr Menschlichkeit und Toleranz”, sagte Architekt Jakob Dunkl am Donnerstag gegenüber der APA.
Auf die Frage, ob man die 5.000 Euro Preisgeld nicht selbst brauchen würde, meinte Dunkl: “Es fällt uns schon schwer, von der Kärntner Landesregierung ein Geld zu nehmen, daher haben wir es dem Komitee von Rolf Holub gegeben, für die war das ein richtiges Weihnachtsgeschenk.” Das Komitee wurde gegründet, um Asylwerber, welche die “Sonderanstalt” auf der Saualm verlassen wollten und dadurch aus der Grundversorgung des Landes gefallen sind, finanziell zu unterstützen und ihnen Wohnmöglichkeiten zu verschaffen.
“Es geht uns in der Architektur, die ja auch ein gesellschaftspolitisches Thema ist, um Offenheit und Toleranz”, so Dunkl. Das habe man auch bei dem jetzt ausgezeichneten Museumsprojekt versucht. Viele Menschen würden das Gebäude von außen erschreckt wahrnehmen und ablehnen. Dunkl: “Wenn sie aber drin gewesen sind, verändert sich ihr Standpunkt, sind sie oft wie verwandelt.”
Auf diese grundsätzliche Problematik, dass die Menschen das, was sie nicht kennen, ablehnen würden, wolle “querkraft” aufmerksam machen. “Das ist ja bei Menschen genauso.” Er selbst verstehe nicht alle Kunstwerke, die Herbert Liaunig in seinem Museum ausstelle, “deshalb lehne ich sie aber nicht ab, sondern ich toleriere sie”. Genau das wünsche er sich auf gesellschaftlicher Ebene.
Quelle: APA

ab heute bewundere ich nicht mur eure architektur sondern auch eure menschlichkeit.