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Kärntens Grüne gründeten Aktionskomitee für Toleranz

10. Oktober 2007

Holub: Eintreten für Verbesserung der Situation von Ausländern

Klagenfurt (APA) - Die Kärntner Grünen haben ein Aktionskomitee gegründet, das sich für die Menschenrechte einsetzen will. Bei der Präsentation des Komitees “Zivilgesellschaft fordert Toleranz und Menschlichkeit in Kärnten” am Montag sagte Landessprecher Rolf Holub, man wolle für die Verbesserung der Situation von Ausländern eintreten. Dem Komitee gehören Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften ebenso an wie Flüchtlingsbetreuer, aber auch der Klagenfurter BSA-Vorsitzende.

Viele Menschen seien “erschüttert, traurig und auch erbost” darüber, wie in diesem Land mit Mitmenschen umgegangen werde, meinte Holub. Speziell die unmenschlichen Härtefälle im Asylbereich könnten nicht widerspruchslos hingenommen werden. “Mit dem von uns initiierten Komitee sollen sie die Möglichkeit haben, ihren Unmut gegenüber der derzeitigen Politik zu äußern und sich für ein menschlicheres Kärnten und Österreich einzusetzen”, so der Grün-Abgeordnete.

Das Komitee tritt unter anderem für ein Bleiberecht für all jene Ausländer ein, die länger als fünf Jahre in Österreich aufhältig sind. Sie fordern außerdem, Asylwerbern Arbeitsbewilligungen zu erteilen, auch müsste es für sie kostenlose Rechtsberatung geben. “Wir werden diese Forderungen an die Landesregierung schicken und genau beobachten, ob sie umgesetzt werden.” Ein weiteres Ziel ist die Information. Die Bevölkerung soll über die Hintergründe der Schicksale von Aslywerbern informiert werden, etwa über die katastrophalen Zustände in Tschetschenien. Je besser der Informationsstand, desto größer das Verständnis, so das Kalkül der Plattform.

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